Nicken Sie Zusatz­ar­beit nicht einfach ab!

Arbeit gelassener schaffen | 0 Kommentare

Wie Sie „Nein“ sagen ohne „Nein“ zu sagen

Haben Sie zu viel auf dem Tisch, weil Sie sich zu oft Zusatz­auf­gaben „aufdrü­cken“ lassen? Gehören Sie zu den Menschen, die nicht Nein sagen können? Dann ist es sehr wahr­schein­lich, dass Sie mehr Aufgaben als andere bekommen. Sie kennen das – der Weg des geringsten Wider­stands.

Damit Sie nicht in die Gefahr kommen, sich mehr Arbeit aufzu­halsen als Ihnen gut tut, sollten Sie ab sofort Zusatz­ar­beit nicht mehr einfach abni­cken. Auch dann nicht, wenn Ihnen das Nein­sagen schwer fällt.

Gleich­be­rech­ti­gung statt Retter­hal­tung

Wer schwer Nein sagt, geht gerne davon aus, die Lage des anderen sei wich­tiger, schlimmer oder ange­spannter als die eigene.

Das liegt daran: Der andere hat seine Druck­si­tua­tion darge­legt (bild­lich gespro­chen beispiels­weise die Situa­tion eines Ertrin­kenden). Damit wird das Gegen­über, das etwas zusätz­lich über­nehmen soll, in die Rolle eines „Retters“ manö­vriert. Und als Retter muss man seiner Verpflich­tung ja schließ­lich nach­kommen, oder?! Oft fühlt sich das ja sogar auch noch ganz gut an. Zumin­dest im ersten Moment.

Wenn Sie da raus wollen, dann machen Sie den wich­tigsten Schritt: Raus aus der Retter­hal­tung und rein die Gleich­be­rech­ti­gung.

Natür­lich ist ein freund­li­ches, aber klares Nein immer erlaubt und braucht keine Recht­fer­ti­gung. Wenn Sie sich aller­dings damit noch schwer tun, dann nutzen Sie doch eine elegante Vari­ante, neue Aufgaben zu verhan­deln statt sie wider­standslos anzu­nehmen und dabei inner­lich aufstöhnen.

Zusatz­auf­gaben elegant verhan­deln

Gehen Sie so vor:

1. Den Sach­ver­halt der Zusatz­auf­gabe klären: 

Fragen Sie nach und machen Sie sich ein Bild: Um was geht es, wie umfang­reich ist das, was ist genau Ihr Beitrag und bis wann soll das fertig sein? Schätzen Sie (eher groß­zügig als zu knapp) den Stun­den­auf­wand dafür.

2. Geben Sie einen kurzen Sach­stand zu Ihrer Arbeits­si­tua­tion:

Sie arbeiten gerade an Projekt 1, 2 und 3 oder an eiligen Kunden­an­fragen oder anderen Aufgaben, die termi­niert sind. Sie können bis … (Tag/Woche) nichts Neues beginnen bzw. sind von den Aufgaben ausge­bucht bis … (Tag/Woche).

3. Jetzt kombi­nieren Sie beides:

Sie könnten die Zusatz­auf­gabe annehmen, vorziehen oder mitma­chen, WENN … z. B.

  • eilige Aufgaben in Projekt 1, 2 oder 3 von jemand anderem über­nommen werden
  • der andere bei der Aufgabe C hilft, und zwar konkret Aufgabe 1 und 2 über­nimmt oder
  • der andere in der nächsten Woche z. B. den Kunden­termin xy abnimmt.

Damit zeigen Sie Ihre Bereit­schaft. Sie brau­chen also keine Sorge zu haben, dass Sie dem anderen einen Korb geben. Und: Sie bekommen nicht einfach etwas oben­drauf, sondern erhalten dafür eine Gegen­leis­tung. Posi­tiver Neben­ef­fekt: Kollegen, die tatsäch­lich nur gerne etwas an andere „abgeben“, werden Sie künftig seltener fragen.

4. Geben Sie dem anderen Zeit zu klären und zu entscheiden

… und arbeiten Sie da weiter, wo Sie gerade unter­bro­chen wurden.

Damit kein Miss­ver­ständnis entsteht: Es geht nicht darum, dauernd etwas abzu­schlagen. Es geht darum, sich nicht durch immer­wäh­rendes Abni­cken zum „Retter“ seines Team zu machen und damit Gefahr zu laufen, selbst irgend­wann abzu­saufen.

Ein letzter Tipp: Probieren Sie es erst mal mit einem kleinen Gefallen, um den Sie gebeten werden. So gewinnen Sie Sicher­heit und können das auch bei größeren Zusatz­auf­gaben gut anwenden.

Ihre Karin Vitting­hoff

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