5 typi­sche Annahmen, warum Mitar­beiter-Bera­tung nichts bringt – und wie es tatsäch­lich ist

Arbeit gelassener schaffen, Für Organisationen | 0 Kommentare

Es brennt Ihnen einiges unter den Nägeln. Da würden Sie schon gerne mal offen mit jemandem drüber spre­chen. Am liebsten mit einem Menschen Ihres Vertrauens, der Ihnen sein Ohr leiht und der Sie versteht.

Sie wissen, da gibt es profes­sio­nelle Berater, die Sie buchen können. Viel­leicht haben Sie sogar die Möglich­keit, sich kostenlos beraten zu lassen, weil Ihr Arbeit­geber diesen Service „Externe Mitar­beiter-Bera­tung“ anbietet.

Aber Sie fragen sich, „Was soll mir das bringen?“:

  1. Berater kennen meinen Job nicht und können mir deshalb nicht helfen.
  2. Berater können an den belas­tenden Umständen (z. B. Perso­nal­mangel, viel zu viel Arbeit, miese Stim­mung, unfairer Chef) auch nichts ändern. 
  3. Ich hab eh schon genug um die Ohren und sehe keinen Sinn darin, darüber zu reden oder gar zu rumzu­psy­cho­lo­gi­sieren. 
  4. Berater haben ihre eigenen Vorstel­lungen und Stan­dard­tipps, die sie jedem geben – Ich weiß selbst am besten, was gut für mich ist! 
  5. Was Berater sagen, ist alles graue Theorie, mit der Umset­zung werde ich allein­ge­lassen.

An diesen Annahmen ist was dran und dennoch ist Bera­tung extrem hilf­reich. Lassen Sie uns mal gemeinsam näher hinsehen.

1. „Berater kennen meinen Job nicht und können mir deshalb nicht helfen.“

Ja, das stimmt. Und gleich­zeitig ist genau das ein großer Vorteil! Berater fragen sehr gezielt nach, wir setzen nichts voraus.

Indem Sie beispiels­weise über Ihre Arbeits­si­tua­tion spre­chen, die Sie stresst oder unzu­frieden macht, werden Problem­zonen sichtbar, die man selbst – wenn man mitten­drin steckt – nicht immer wahr­nimmt, etwa weil der Schuh woan­ders zu drücken scheint oder die „Betriebs­blind­heit“ zuschlägt, die jedem von uns diverse blinde Flecken beschert. Das können z. B. Unge­reimt­heiten in der Bear­bei­tung von Aufgaben sein, unge­schrie­bene Gesetze oder unklare Schnitt­stellen.

Das alles erkennt ein externer Berater durch sein neutrales Zuhören und die Bereit­schaft, Ihre Situa­tion zu verstehen. Durch Nach­fragen und um Ihre Lage genau zu verstehen, kommen Problem­zonen und Lösungs­an­sätze erst zum Vorschein. Alleine das mal alles offen ausspre­chen anstatt es nur irgendwie so im Kopf zu haben, schafft Klar­heit.

Auch wie Ratsu­chende etwas erzählen oder ob z. B. etwas „wie nebenbei“ erwähnt wird, ist rele­vant. So hören wir Berater oft etwas zwischen den Zeilen und haken ein, um zu schauen, ob das für den Ratsu­chenden rele­vant ist.

2. „Berater können an den belas­tenden Umständen (z. B. Perso­nal­mangel, viel zu viel Arbeit, miese Stim­mung, unfairer Chef) auch nichts ändern.“

Das ist wahr. Aller­dings hören wir Berater oft die etwas kurz grei­fende Ansicht, dass sich erst an dieser oder jener Arbeits­be­din­gung etwas ändern müsse — mehr Leute, weniger Arbeit, anderer Chef, usw. -, bevor es einem wirk­lich gut gehen könne.

Ja, es gibt zwei­fels­ohne verschärfte Arbeits­si­tua­tionen, auf die das zutrifft. In diesen Fällen sind die Perso­nal­ab­tei­lung und die Inter­es­sen­ver­tre­tung wich­tige Ansprech­partner für Sie.

Für die meisten Anliegen und Probleme bietet Bera­tung jedoch genau hier zwei große Chancen:

  • Zum einen hilft Ihnen die Bera­tung dabei, den Tunnel­blick zu verlassen und damit die Einstel­lung „Ich kann nichts tun, solange DIE hier nichts ändern“. Damit wird der Blick frei für Erleich­te­rungen, die schnell greifen. Denn oft stellt sich heraus, dass die vermeint­liche Lösung wie z. B. „weniger Arbeit“ nicht oder nur teil­weise „schuld“ ist. Etwa wenn sich bei einer Art Inventur zeigt, dass die eigent­liche Arbeits­auf­gabe regel­mäßig an den Rand gedrängt wird, aufgrund von häufigen Unter­bre­chungen, Sonder­auf­gaben oder anderen Störungen.
  • Zum anderen fokus­sieren Sie sich auf sich und Ihre Hand­lungs­mög­lich­keiten – trotz Gege­ben­heiten oder Hürden, die nicht unmit­telbar von Ihnen verän­dert werden können. Wir sind beruf­lich teil­weise fremd­be­stimmt. Wenn wir dadurch beein­träch­tigt, belastet oder genervt sind, dann ist es ganz mensch­lich, sich darauf zu fixieren – und das, was wir tatsäch­lich positiv beein­flussen können, völlig aus dem Blick zu verlieren.

In der Bera­tung inter­es­sieren wir uns deshalb auch für das „Drum­herum“, in dem Sie arbeiten und dafür, welche Wege Sie bisher einge­schlagen haben, um damit klar zu kommen.

Zudem stärkt Bera­tung Ihren Rücken dort, wo es darum geht, einen Miss­stand aufzu­zeigen und diesen konstruktiv an entschei­dender Stelle einzu­bringen, damit sich mittel­fristig auch die Rahmen­be­din­gungen verbes­sern.

Buchen Sie Ihre kosten­lose Kurz­be­ra­tung mit mir

3. „Ich hab eh schon genug um die Ohren und sehe keinen Sinn, darüber zu reden – oder gar rumzu­psy­cho­lo­gi­sieren.“

Ja, Mitar­beiter-Berater sind auch psycho­lo­gisch geschult. Aller­dings tragen wir keine Diagnos­tik­brille und thera­pieren nicht. Das bedeutet, wir halten uns nicht lange mit „Gründen“ auf oder mit grauen Theo­rien.  

Ihre Gefühle und Ihr Wohl­be­finden sind dagegen von großer Bedeu­tung. Denn alles, was wir erleben, ist mit Emotionen verbunden. Ihr Erleben und was Sie sich wünschen, spielt deshalb eine zentrale Rolle in der Bera­tung.

Je bedrü­ckender die Situa­tion ist, desto wich­tiger ist es, darüber zu spre­chen und verstanden zu werden. Das alleine bringt oft schon eine erste Erleich­te­rung. Im nächsten Schritt helfen Berater die Lage zu sortieren und zu über­bli­cken. Das verschafft Ihnen Luft und Orien­tie­rung für die nächsten Schritte.

Statt reaktiv im Strudel stecken zu bleiben, bekommen Sie die Zügel wieder in die eigene Hand.

4. „Berater haben ihre eigenen Vorstel­lungen und Stan­dard­tipps, die sie jedem geben — Ich weiß selbst am besten, was gut für mich ist.“

Zuge­geben, es mag Berater geben, die so arbeiten, und mögli­cher­weise spre­chen Sie aus Erfah­rung. Bei meinem Team und mir ist das nicht so!

Wenn Sie einen neuen Versuch wagen, werden Sie sehr schnell fest­stellen, ob Sie mit Ihrem Anliegen im Zentrum der Bera­tung stehen oder ob man Sie mit allge­meinen Ratschlägen abspeisen will, denn „klug daher­reden“ ist keine Bera­tung.

Eine gute Bera­tung setzt bei Ihren Bedürf­nisse und Ziele an – bezie­hungs­weise hilft Bera­tung Ihnen dabei, sich darüber klar zu werden.

Ohne Zweifel wissen Sie am besten, was gut für Sie ist. Je stres­siger und belas­tender Ihre beruf­liche Situa­tion ist, geht dieses Wissen jedoch ganz schnell baden. Statt­dessen wird man immer reak­tiver und das, was einem gut tut, kommt einem gar nicht mehr in den Sinn.

Bera­tung hilft Ihnen dabei, verschüt­tete Bedürf­nisse auszu­drü­cken und passen­dende Auswege aus Druck­si­tua­tionen zu finden.  

5. „Was Berater sagen, ist alles graue Theorie, mit der Umset­zung werde ich allein­ge­lassen.“

Das ist bei uns nicht so! Wir gehen sehr prak­tisch vor und inter­es­sieren uns für Ihre aktu­elle Situa­tion oder an welchen Kanten und Ecken Sie sich stoßen.

Wir finden gemeinsam die kleinst­mög­li­chen Schritte für Sie, die für Sie unmit­telbar in Ihrem Alltag und ohne die Erlaubnis von Dritten machen können, um die Lage zu entspannen.

Ihre Erfah­rungen mit diesen Mini­schritten sind Thema in der folgenden Bera­tung. Wir werten gemeinsam aus, ergänzen und erwei­tern Ihre Schritte, so wie es für Sie passt. Und wir feiern Ihre Fort­schritte. : -)

Mitar­beiter-Bera­tung hilft

Bera­tung hilft Ihnen dabei, runter­zu­kommen, sich zu sortieren und die kleinsten gang­baren Schritte hin zur Entlas­tung zu finden und zu gehen. Sie werden fest­stellen, dass Sie sich zukünftig geschickter durch stres­sige Situa­tionen navi­gieren und gut auf sich acht­geben.   

Jetzt brau­chen Sie noch zwei Dinge, um sich Bera­tung zu holen:

  1. Mut für den ersten Schritt

Spre­chen Sie einfach mal mit uns und schauen Sie, ob die Chemie stimmt. Haben Sie Vorbe­halte? Immer raus damit! Sie können uns alles sagen.

Wenn Sie skep­tisch sind, fragen Sie nach Erfah­rungen, die andere mit unserer Bera­tung gemacht haben, und lassen Sie sich eine Empfeh­lung geben. Dann sind Sie auf der sicheren Seite, und der erste Schritt wird leichter.

  1. Vertrauen in die Schwei­ge­pflicht sowie Vertrauen in die Person des Bera­ters

Selbst­ver­ständ­lich bleibt alles, was wir in einer Bera­tung bespre­chen, unter uns! Nicht nur weil Verschwie­gen­heit abso­lute Berufs­pflicht ist, sondern weil wir zwei ein Vertrau­ens­ver­hältnis brau­chen, damit Sie sicher und ganz offen mit uns reden können. Das gilt immer, natür­lich auch dann, wenn der Arbeit­geber uns bezahlt.

Ob Sie Vertrauen zu einem Berater aufbauen können, werden Sie bereits im ersten Gespräch fest­stellen. Wenn es nicht so recht für Sie stimmt, dann spre­chen Sie es bitte offen an, bei Ihrem Berater oder bei mir, wenn Sie sich unwohl fühlen, es direkt zu sagen. Es kommt immer mal vor, dass man mit Menschen mal besser, mal schlechter zurecht­kommt. Wir freuen uns über Ihre Offen­heit.

Viel Mut und tolle Fort­schritte bei Ihrer nächsten Bera­tung!

Ihre

Karin Vitting­hoff

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

10 sofort umsetzbaren Minischritte für Ihren leichteren Büroalltag.

-

Lernen Sie, Ihre Arbeit im Griff zu haben (nicht umgekehrt), nach Ärger klug zu handeln, Bürostress zu reduzieren und mehr vom Feierabend zu haben.

Jetzt den Freude-am-Job-Letter abonnieren und sofort mit meinem 10-teiligen E-Mail-Kurs starten: "Wie Sie Ihren Bürojob leichter schaffen". Sachbearbeiter: "Die Minischritte sind schnell zu erfassen und umzusetzen."

Bitte gehen Sie jetzt in Ihr E-Mail-Postfach, um die Anmeldung zu betätigen.

Sofort umsetzbare Tipps für Ihren Job

Sie bekommen ca. zwei Mal im Monat praxisbezogene Infos
und exklusive Inhalte (nur für Abonnenten) für mehr Freude in Ihrem Job.  

Jetzt kostenlos anmelden

Bitte gehen Sie jetzt in Ihr E-Mail-Postfach, um die Anmeldung zu betätigen.